BRING ME THE HORIZON – Neue Single, neues Artwork, neues Label

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Now, bring me that horizon.” Die Band, die sich von diesem Satz aus Fluch der Karibik (Gore Verbinski, 2003) zu ihrem Namen hat inspirieren lassen, hat eine neue Heimat gefunden. Mitte Juli wurde bekannt gegeben, dass Bring Me The Horizon Epitaph verlassen haben und nun erstmalig komplett bei einem Major Label unter Vertrag stehen. Columbia Records wird das nunmehr fünfte Album und den Nachfolger zu Sempiternal (2013) veröffentlichen.

Diese Neuigkeit wurde begleitet von eher kryptischen Social Media-Nachrichten, die das Regenschirm-Logo beinhalteten und darauf schließen ließen, dass es sich um neues Artwork handle. Ob es nun auch das Albumcover zieren wird, bleibt erstmal unklar, auf jeden Fall schmückt es den ersten Track, den Bring Me The Horizon, passend zum Wechsel des Labels, veröffentlicht haben.

Happy Song, so der prägnante Titel und man kann gespannt sein in welche Richtung sich die Band weiterbewegen wird, sind doch alle Alben von einem musikalischen Wandel geprägt. Angefangen haben sie mit Deathcore (Count Your Blessings, 2006), wurden dann grooviger (Suicide Season, 2008), ließen immer mehr Melodien und Gesang zu (There is a hell, believe me I’ve seen it. There is a heaven, let’s keep it a secret, 2010), um dann am Ende den ganz großen Hymnen Platz zu machen (Sempiternal, 2013).

Weder Name, noch Releasetermin zu Album Nummer fünf sind bis jetzt bekannt und es bleibt abzuwarten, inwiefern Happy Song den Stil des Albums wiederspiegelt:

Die Effekte? Wir sagen Euch, was der Effekt ist: Anfangs habe ich mich tatsächlich schwer damit getan mich auf die britischen Boys einzulassen. Der Hype war viel zu groß, Frontmann Oli Sykes wurde zu sehr von kreischenden Teeniegirls angeschmachtet, das passte mir alles nicht. Da sie aber einfach ein sensationelles Debutalbum hingelegt haben, das so brutal und trotzdem facettenreich ist und mal so gar nicht zum Bild passt, dass in der Öffentlichkeit um die Band herum aufgebaut wurde, konnte ich nicht anders als Fan zu werden.
Jede Entwicklung von Album zu Album war dann auch spannend mit anzuhören und die Tatsache, dass, trotz der reduzierten Härte, Olis Haare immer mehr in den Hintergrund getreten sind und die Musik an erster Stelle steht, ist erfreulich zu beobachten. Sie haben ihre Nische gefunden, schrecken trotzdem vor Spielereien nicht zurück (Don`t Look Down, mit Rapper Orifice Vulgatron, war ihr Beitrag zur Neu-Untermalung des Films Drive) und bleiben einfach musikalisch unvorhersehbar.
Der Happy Song allerding…oh mann…der gefällt mir überhaupt nicht und ist tatsächlich der erste Track von Bring Me The Horizon, den ich absolut nicht mag. Diese Cheerleader-Stimmen wirken unpassend und auch wenn Sykes kein Lyrik-Genie ist, ist der Text ungewöhnlich stumpf: “But if I sing along, a little fucking louder to a happy song, I’ll be alright“. Da schüttelt es mich richtig. Stilistisch wirkt das Ganze wie eine uninspirierte Deftones-Kopie und ich hoffe einfach, dass der Track nicht repräsentativ für das Album steht, denn darauf freue ich mich eigentlich immer noch richtig. Es wäre schade, wenn gerade diese Band über das Klischee des Major-Labels stolpert, das den Musikern in die Instrumente pfuscht und negativen Einfluss nimmt.
Ich hätte mir gewünscht, dass die Richtung weitergeführt wird, die die Stand-Alone-Single Drown vorgeführt hat, die ungefähr ein Jahr nach Sempiternal veröffentlicht wurde. Absolut hymnisch und schon etwas am Kitsch kratzend ist Drown für mich die logische Weiterführung des letzten Albums. Dazu ein bescheuertes Video, inklusive Zurück in die Zukunft-Zitat…zack…großartig:

Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Happy Song eine Ausnahme bleibt und es musikalisch auf dem kommenden Album erneut viel zu entdecken gibt.

Und hier noch einmal zur Erinnerung wie Bring Me The Horizon auf ihrem Debut Count Your Blessings geklungen haben:
(max)

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