Der NEWS EFFEKT #1 (max)

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Und schon gibt es die nächste Kategorie auf die Mütze. Die neuesten News, zu denen es etwas zu erzählen gibt, findet ihr jetzt hier beim News Effekt und auch wenn wir uns wiederholen: Hier gibt es ebenfalls keine Grenzen. Den Start machen dann auch direkt unsere drei Hauptmedien Videospiel, Musik und Film.

VISAGE
Die News: Im Netz kursieren erste Videos zum neuen Indie-Horror-Game im Stil von P.T. (Silent Hills Demo).

Die Effekte? Wir sagen Euch, was der Effekt ist: Das Anfang 2015 gegründete Indie-Studio SadSquare arbeitet an seinem ersten Projekt, dem First Person Horror Game Visage, und allen Nörglern wirken sie bereits auf ihrer Website entgegen. Unter FAQ steht dort: We won’t hide it, we were inspired by that great game. Damit bezieht sich das junge Studio auf die gefeierte Silent Hills Demo und dem Vergleich könnten sie sich auch gar nicht entziehen. Ein fast identisches Konzept, ähnlicher Stimmungsaufbau, aber für mich dann doch noch genug eigene Ideen, um nicht als bloßer Abklatsch zu erscheinen. Leider sehen das einige anders und in den Youtube Kommentaren ist direkt von Rip Off und Abzocke die Rede, aber auf die Rowdys sollte man ja eh am wenigsten hören. Ich denke Visage und Allison Road (Das andere, von der Demo inspirierte, Spiel) werden zwei individuelle Games, die aus ihrer Herkunft keinen Hehl machen und gerade Visage schafft es am Ende des Videos noch einmal in eine ganz andere Richtung zu schwenken, zu viel verraten will ich hier allerdings nicht. Also Kopfhörer auf, Licht aus und dann mit den Händen vor dem Gesicht immer weiter vom Bildschirm wegrutschen…so ging es mir zumindest.


DUSTIN KENSRUE
Die News: Dustin Kensrue (Thrice) veröffentlicht Live Album mit Cover Songs.

Die Effekte? Wir sagen Euch, was der Effekt ist: Thrice liebe ich, seit Mirco mir um die Jahrtausendwende Phoenix Ignition vorgespielt hat. Eine fantastische Band, die sich schnell aus dem zu engen Korsett des Emocore befreit, ihren ganz eigenen Sound entwickelt und mit dem Konzeptwerk The Alchemy Index (2007/8) ihren Höhepunkt erreicht hat, für mich zumindest. Die beiden Nachfolger waren gut, aber packten mich nicht mehr auf die gleiche Art und Weise. Nichtsdestotrotz halte ich Thrice für eine der wichtigsten Bands meiner musikalischen Sozialisation und Dustin für einen Sänger, der sich sein Können wirklich hart erarbeitet hat. Sein erstes Solo-Album Please Come Home (2007) steht auch bei mir in der Sammlung, doch leider hat sich da ein Punkt eingeschlichen, den ich einfach nicht übersehen kann und der mich auch daran hindert mir den Rest seiner Discographie zuzulegen. Kensrue macht keinen Hehl aus seinem Glauben und im Gegensatz zu den Lyrics bei Thrice findet Gott hier fast immer seinen Platz. Für mich ist so ein unverhohlener Umgang mit Religion nichts und ich lasse mich davon meist auch direkt abschrecken. Gut also, dass ich diesen Sänger nun auf seiner nächsten Platte Thoughts That Float On A Different Blood ganz ohne diesen faden Beigeschmack werde genießen können, denn die Playlist besteht einzig aus Coverversionen. Brand New sind dabei, Leonard Cohen, sogar Miley Cyrus. Den Anfang macht allerdings ein Künstler, der hier beim Medieneffekt unangefochten über allem thront: Tom Waits. Dustin Kensrue covert sein großartiges Down there by the train und auch wenn er weit von der Genialität dieses Mannes und dessen Stimmgewalt entfernt ist, macht er seinen Job mehr als gut und am Ende ziert ein dickes Grinsen mein Gesicht, wenn er wirklich alles aus seiner wunderbaren Stimme herausholt. Da kann man schon mal seinen Hut ziehen.


FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM
Die News: Nach dem sehr kurz geratenen Announcement Trailer gibt es ein aktuelles Behind the Scenes-Video zum Harry Potter Ableger.

Die Effekte? Wir sagen Euch, was der Effekt ist: Ein großer Fan des Potter-Universums bin ich nicht. Damit habe ich schon den ein oder anderen Anhänger aus meinem Freundeskreis nerven können und ich lasse mich dabei auch gerne zu ausschweifenden Diskussionen hinreißen. Die Bücher habe ich allesamt nicht gelesen und da fehlt mir auch der Ansporn zu. Die Filme allerdings sind mal mehr, mal weniger gelungen. Einzig Der Gefangene von Askaban von Alfonso Cuarón ist für mich ein kleines Fantasy Meisterwerk. Bei den restlichen Filmen fehlt mir zu oft die innere Logik und gerade der kleine Harry geht mir schnell auf den Wecker. Jetzt steht das erste Spin-Off an und ich weiß wieder nicht, was ich davon halten soll. Für den Film spricht auf jeden Fall der Fokus auf die älteren Protagonisten. Eddie Redmayne wird seine Sache mit Sicherheit sehr gut machen und Colin Farrell hat seit In Bruges eh einen Freifahrtschein bei mir. Was ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann: Wieso wird schon wieder David Yates auf den Regiestuhl gesetzt? Schon klar, der Mann hat mit den letzten vier Harry Potter Filmen enorm erfolgreich viel Geld eingespielt, aber das kann doch nicht alles sein. Möchte man nicht, dass sich die Reihe weiterentwickelt? Wieso nicht einem jungen Regisseur die Zügel in die Hand geben und schauen, was man mit einem frischen Blick alles aus der Welt herausholen kann. Potential dazu bietet sie ja zur Genüge. So riecht das Ganze für mich leider unangenehm nach Nummer sicher.

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