GEARS OF WAR 4 – Eindruck zur Multiplayer-Beta (carsten)

Gears heller

Mein Most-Wanted im Bereich Videospiele 2016 hört klar auf den Namen Gears of War 4. Die alte Trilogie auf der Xbox 360 gehört für mich zum besten, was Action-Games zu bieten haben und auch der von vielen gescholtene Ableger Judgment hat mir viel Spaß gemacht. Geschichte, Charaktere, Inszenierung und allem voran die völlig überzogene Militär-Mentalität trafen genau meinen Geschmack. Auch Max sowie unsere Gastautoren und Freunde Mirco und Jan sind große Fans der Reihe. Neben dem kolossalen Solo-Erlebnis gibt es noch den von vielen geliebten Multiplayer-Modus, den ich jedoch eher selten genutzt habe. Für einige Tage war jetzt der Mehrspielermodus des vierten Teils für alle Xbox Live Gold-Mitglieder spielbar. Wie sehr hat die Beta des neuesten Gears, welches am 11. Oktober erscheinen soll, meinen Hype beeinflusst? Ich habe die Kettensäge an meinem Lancer-Gewehr angeschmissen und mich zur blutigen Wahrheit durchgemetzelt.

Drei Karten und ebenso viele Spielmodi sind der Inhalt, welchen uns der neue Entwickler The Coalition in der Beta auftischt. Die klassischste Variante stellt Team Deathmatch dar. Wie schon bei den Vorgängern steuert Ihr entweder einen der bulligen COG-Marines oder ein fieses Alien über die Schlachtfelder des verwüsteten Planeten Sera. In Fünfer-Teams hechtet man in gewohnter Gears-Tradition von Deckung zu Deckung und ballert aus der Third-Person-Ansicht massenweise Kugeln in Richtung des gegnerischen Teams. Das Spieltempo orientiert sich sehr am ersten Teil der Reihe, alles ist etwas langsamer und gemächlicher als in anderen Shootern. Taktisches Vorgehen, Teamplay und geschicktes Ausnutzen der Umgebung sind viel wichtiger als schnelle Reflexe. Das gefällt mir deutlich mehr als das hektische Call of Duty oder Battlefield. Natürlich geht das alles, ganz typisch für die Reihe, extrem brutal zu. Da werden Körper zersägt, Köpfe zu Brei geschlagen oder ganze Gegner in die Luft gesprengt.

Eine neue Knarre gibt es auch, die sogenannte Dropshot. Mit ihr verschießt man kleine Bomben, die mit etwas Geschick direkt hinter die feindliche Deckung gelenkt werden können. Ansonsten findet man beim Waffenarsenal keine Überraschungen. Außerdem gibt es neue Nahkampf-Manöver, bei welchen man Gegner zum Beispiel hinter der Deckung attackieren kann. Diese kleinen Neuerungen sind zwar cool, aber bei weitem nicht herausragend. Im Grunde spielt sich Team Deathmatch kaum anders oder besser als bei den Vorgängern. Ein Hafen mit einigen Containern, eine Vorstadt und ein Staudamm sind die drei zur Verfügung stehenden Karten. Diese sind ebenfalls nett, mehr aber auch nicht.

Der nächste Spielmodus ist ebenfalls Team Deathmatch, nur das Ihr hier nicht gegen andere Mitspieler, sondern gegen computergesteuerte Bots antretet. Gut zum Trainieren, aber absolut vernachlässigbar. Interessanter wird es da schon beim letzten und innovativsten Bereich der Beta, genannt Dodgeball. Ihr tretet wieder in Teams gegeneinander an, jedoch mit dem coolen Unterschied, dass gefallene Teamkameraden erst respawnen, wenn einer der Gegner erledigt wurde. So bleiben die Duelle ungemein spannend, denn auch ein einzelner Spieler kann für ein unerwartete Comeback seines Teams sorgen. Für mich klar der spaßigste Modus in der Beta.

Grafisch war Gears of War immer extrem beeindruckend. Ich weiß noch, wie ich damals gestaunt habe, als der erste Teil in meiner Xbox 360 rotierte und Teil 3 hat dann wohl so gut wie alles aus der alten Konsole rausgeholt. Umso erstaunlicher ist es da, dass zumindest in der Beta die Grafik alles andere als herausragend ist. Charaktere, Umgebungen und die Effekte sehen zwar ordentlich aus, die Kinnlade ist mir aber nicht runtergeknallt. Alles läuft wunderbar flüssig und in der maximalen Auflösung von 1080p, ansonsten sieht es aber eher nach einer aufgebohrten Version des Vorgängers aus. Die Entwickler setzen hier wohl eher auf einen ruckelfreien Ablauf der Partien als auf optischen Bombast. Allerdings kann sich da bis zum Release natürlich noch etwas ändern und der Singleplayer-Modus sah sowieso immer besser aus als der Multiplayer. Ich gehe weiterhin fest davon aus, dass uns bei der Story im Oktober ein grafisches Fest erwartet.

Mein Eindruck zur Gears of War 4 – Beta ist eher durchwachsen. Spielerisch werden keinerlei Risiken eingegangen und grafisch kocht man eher auf Sparflamme. Für mich persönlich war der Multiplayer-Modus in der Reihe aber sowieso immer nur schmuckes Beiwerk. Highlight war grundsätzlich die Story, die Atmosphäre und die Charaktere sowie die überzogene Militär-Mentalität, welche alles zusammenhält. Daher bleibe ich weiterhin optimistisch, dass ich meinen Urlaub im Oktober zum Release von Gears of War 4 nicht umsonst genommen habe.

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