GLASSJAW mit neuem Track. Vorgeschmack auf ein neues Album?!

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Glassjaw bringen ein neues Album raus. Diese an sich erfreuliche Nachricht hat man in den letzten Jahren etwas zu oft gehört. Nicht ganz Chinese Democracy, aber auch nicht so weit davon entfernt. Die letzten Veröffentlichungen, die beiden EPs Our Color Green und Coloring Book, sind nun bereits vier Jahre alt und die Veröffentlichung des letzten Albums Worship and Tribute fand tatsächlich vor ganzen 13 Jahren statt.

Nun, nach einigen Besetzungswechseln und anderweitigen Verzögerungen, scheint sich tatsächlich etwas Konkretes anzubahnen und davon zeugt heute ganz aktuell das Erscheinen des neuen Tracks New White Extremity. Dieser soll das Album anteasern, zu dem es allerdings noch keinerlei Informationen gibt.

Die Effekte? Wir sagen Euch, was der Effekt ist: Daryl Palumbo…Sänger von Glassjaw und Held meiner Emocore-Jugend. Das waren wirklich großartige Zeiten. Entdeckt habe ich Glassjaw bei dem geilsten Musiksender, den es jemals gegeben hat: Viva Zwei. Ich habe Tage und Nächte damit verbracht Musikvideos und Interviews auf Kassette aufzunehmen und in einem Special war dann das Video zu Pretty Lush dabei. Ich weiß noch ganz genau, dass ich erst gar nichts damit anfangen konnte. Meine Ohren waren einfach nicht bereit bei diesen Takten mitzuhalten. Auf einmal hat es dann geklickt wie es heute leider nur noch selten der Fall ist. Vor meinen Augen und Ohren haben sich die Songstrukturen entwickelt, verformt und wurden nachvollziehbar. Es machte alles Sinn und bis heute ist dies einer meiner absoluten Lieblingsclips, der die Unberechenbarkeit und jugendliche Hyperaktivität der damals jungen Band auf den Punkt zusammenfasst:

Das Album Everything You Ever Wanted to Know About Silence (2000) ist dann auch eine meiner Platten für die Ewigkeit und das vielleicht beste Herzschmerz-Album der Welt. Den Nachfolger Worship and Tribute (2002) habe ich allerdings immer irgendwie verpasst. Ich kenne viele Tracks, die ich auch alle mehr als großartig finde, aber seltsamerweise steht die Platte immer noch nicht in meiner Sammlung.
Nach dem ganzen Hin und Her, kommt das neue Album oder kommt es nicht, bin ich irgendwann müde geworden zu warten und so ist die Ankündigung heute auch nicht so richtig aufregend. Leider untermauert der Track dieses Gefühl, denn wirklich gut finde ich New White Extremity nicht. Hatte mehr auf den Stil der letzten EPs gehofft, etwas in Richtung All Good Junkies go to Heaven, dem Track, der mich 2011 so richtig euphorisiert hat. Da konnte ich ein neues Album gar nicht erwarten. New White Extremity klingt dagegen jetzt etwas zu verkopft und es fällt mir schwer mich auf den Song einzulassen. Allerdings habe ich das damals ja auch bei Pretty Lush gedacht und vielleicht setzt derselbe Effekt irgendwann noch einmal ein.
Mein uraltes Glassjaw-Shirt werde ich so oder so weiterhin mit Stolz tragen, denn ohne diese wunderbare Band wäre mir die Pubertät wahrscheinlich wesentlich schwerer gefallen.
Dieser sensationelle Live-Mitschnitt von Convectuoso zeigt dann noch einmal, was für ein gewaltiger Sänger Daryl Palumbo ist und wieso wir damals jedem Release entgegengefiebert haben, an dem er beteiligt gewesen ist:

(max)

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