Erster Eindruck zu JUST CAUSE 3 (carsten)

Just Cause 3 Art

Heute ist offizieller Release-Tag von Just Cause 3. Das Spiel der Avalanche Studios, welches von Square Enix vertrieben wird, ist jedoch schon seit Ende der letzten Woche in vielen Kaufhäusern verfügbar gewesen, weshalb einige Fans ihr Exemplar schon früher in Händen halten durften.

Leider mehren sich im Internet schon einige negative Stimmen zur Technik des Spiels. Ladezeiten von bis zu 15 (!!!) Minuten und eine Framerate von deutlich unter 30 Bildern pro Sekunde sind wohl die größten Horror-Meldungen. Meine persönlichen Erfahrungen dazu und was für einen Eindruck die ersten Minuten auf mich gemacht haben lest Ihr weiter unten, jetzt könnt Ihr Euch aber erst mal den neuen, offiziellen Launch-Trailer zu Just Cause 3 reinziehen:

Eigentlich solltet Ihr an dieser Stelle ein kleines Review zum Spiel lesen. Es gibt jedoch einige Gründe, weshalb dem nicht so ist und warum ich den Titel nach einer knappen Stunde ausgeschaltet habe. Die Technik ist, zumindest auf meiner Xbox One, wirklich der Horror, wenn auch nicht ganz so schlimm wie oben beschrieben.

Zunächst einmal sind die Ladezeiten eine absolute Frechheit. Bis das Spiel gestartet ist, dauert es schon mehrere Minuten. Gut, das ist in GTA V auch der Fall, jedoch kommt das Spiel von Rockstar dann auch weitestgehend ohne Unterbrechungen aus. Nicht so bei Just Cause 3. Start einer Mission = Ladezeit. Eine Zwischensequenz zur Einführung der Mission wird abgespielt, schon gibt es wieder eine Ladezeit. Dann könnt Ihr einige Minuten spielen. Ihr beendet die Mission? Das bedeutet Ladezeit im eigentlichen Sinne. Und ich rede hier nicht von kurzen Pausen von fünf oder zehn Sekunden, nein, teilweise wartete ich über eine Minute darauf, weiterspielen zu dürfen. Und wehe man stirbt mal. Dann heißt es wieder Zwangspause von etwa einer Minute. Diese Ladezeiten sind so massiv und präsent, dass einem jeder Spaß vergeht. Ach ja, sobald Euer Spiel die Verbindung zu den Square Enix Servern verliert, dürft Ihr natürlich wieder eine Ladezeit bewundern. Aber keine Sorge. Sobald Ihr Euch die Karte zur Spielwelt ansehen wollt, gibt es wieder eine Ladezeit, da sich Just Cause 3 in diesem Fall wieder mit den Servern verbinden will.

Leider wird die ganze Laderei nicht mit einer genialen Grafik belohnt. Die Optik ist maximal Open-World-Durchschnitt. Das Spiel sieht zwar nett aus, die Kinnlade ist mir aber noch nicht rausgefallen. Zudem läuft es alles andere als flüssig, immer wieder gibt es störende Ruckler.

Diese massiven Probleme haben das Spiel für mich beinahe unspielbar gemacht, weshalb ich Just Cause 3 wohl bis Januar verschiebe, sofern die Entwickler noch einen Patch raushauen, der die gröbsten Probleme löst.

Mein allgemeiner Eindruck zum Spiel ist auch nicht mehr als durchschnittlich. Die Story ist erwartungsgemäß unterirdisch, was jedoch bei dieser Art von Spiel kein größeres Problem darstellen würde. Leider sind die bisher gezeigten Charaktere aber derart unsympathisch und schlecht synchronisiert, dass es schon fast weh tut. Allem voran Hauptdarsteller Rico Rodriguez sieht komisch aus und redet völlig gelangweilt. Die überladene und unpräzise Steuerung zieht dann auch noch die Spielbarkeit runter, weshalb ich nur wenig Spaß mit Just Cause 3 hatte. Selbst ohne die technischen Probleme wäre es bisher kaum mehr als ein 7/10 Titel.

Ein so durchschnittliches Spiel so unfertig auf den Markt zu bringen ist an sich schon keine gute Idee. Es aber dazu noch im Dezember zu veröffentlichen, wo es gegen riesige Hype-Titel wie Fallout 4, Halo 5, Rise of the Tomb Raider und Call of Duty: Black Ops 3 antreten muss, wirkt im besten Fall naiv, im schlimmsten dämlich.

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