THE HATEFUL EIGHT – Teaser zu Tarantinos neuem Western

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Da ist er ja wieder. Nachdem das Script zu Quentin Tarantinos The Hateful Eight im Vorfeld bereits geleaked wurde, stand die Entwicklung des Films kurze Zeit auf der Kippe. Tarantino schrieb das Drehbuch jedoch noch einmal um und so steht bald sein neuester Streich in den Startlöchern der Kinos weltweit.

The Hateful Eight spielt in Wyoming nach dem Bürgerkrieg. Während eines Schneesturms treffen dort einige Kopfgeldjäger aufeinander, die in einer Hütte Schutz vor dem Wetter suchen. Doch nichts ist wie es scheint und schon bald müssen sie sich einem Verräter in ihren Reihen stellen.

Wenn Quentin Tarantino zu einem neuen Film einlädt, lassen sich die Stars nicht zweimal bitten und so ist The Hateful Eight hochkarätig besetzt:

Neben Samuel L. Jackson als Major Marquis Warren sind in weiteren Rollen u.a. Kurt Russell, Jennifer Jason Leigh, Tim Roth, Michael Madsen und Bruce Dern zu sehen.

The Hateful Eight startet am 28. Januar 2016 in den deutschen Kinos und hier gibt es den ersten Teaser Trailer:

Die Effekte? Wir sagen Euch, was der Effekt ist: Puuuuh, mit Quentin Tarantino hatte ich schon immer so meine Probleme. Auch wenn ich Pulp Fiction den Einfluss nicht absprechen möchte, den er seiner Zeit auf die Filmwelt hatte, halte ich Tarantino als Filmemacher doch für arg überbewertet.
Ein einziges Mal hat er mich aber tatsächlich bekommen. Inglourious Basterds war einer der besten Filme 2009, steht auch heute noch weit oben in meiner persönlichen Rangliste und wenn am Ende Brad Pitts Charakter Aldo sagt “I think this just might be my masterpiece.” spricht hier für mich der Regisseur durch seine Figur. Es hätte so schön mit uns beiden werden können Quentin, aber nein, du musstest ja Django Unchained (2012) nachlegen.
Bis auf den genialen Leonardo DiCaprio als Plantagenbesitzer, gab es für mich nicht wirklich etwas Gutes an Tarantinos Neo-Western. Der Christoph Waltz Joker wurde noch einmal genauso gespielt wie in Inglourious Basterds und allgemein etablierte sich für mich der Eindruck, als würde Tarantino zu sehr darauf achtgeben einen Tarantino Film zu machen und dabei vergessen dem Ganzen eine eigene Note zu geben.
Geschliffene Dialoge, überbordende Brutalität und dazu ein grooviger Soundtrack, denn was hat jeder Tarantino Film? Richtig! Einen obercoolen Soundtrack, mit dem man auf jeder Studentenparty Eindruck schinden kann. Das klingt ja alles gar nicht so schlimm, nur wenn es nicht zusammenpasst und einzig als Mittel zum Zweck benutzt wird, wird es schnell überaus langweilig.
So sieht auch The Hateful Eight für mich aus, einfach langweilig. Wir haben es verstanden, der Mann kann sich abgefahrene Namen ausdenken, das muss auch jeder mitbekommen, sonst würden sich seine Figuren nicht immer so überdeutlich mit vollem Namen und Titel ansprechen. Alles wirkt comichaft überzeichnet und für mich verliert sich Tarantino einfach zu sehr in seinen Trademarks, die die Leute sehen wollen, und lässt dabei die Innovation auf der Strecke, die seine früheren Filme ausgezeichnet hat, egal was man sonst von ihnen hält.
Um es einmal zu verdeutlichen: Der Mann hat definitiv Ahnung von seinem Handwerk und er ist kein Regisseur, den ich vorbehaltlos ablehne (Guillermo, du brauchst dich gar nicht zu verstecken. Alle wissen, dass du gemeint bist), nur ärgert mich persönlich die Richtung, die er nach dem kolossalen Inglourious Basterds eingeschlagen hat. (max)

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