UNTIL DAWN: Launch-Trailer und erste Eindrücke zum Horror-Schocker (carsten)

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Seit gestern könnt Ihr Sonys neuestes Exklusiv-Spiel für die PS4 im Laden oder im Playstation-Store erstehen. Das Game wurde von Supermassive Games entwickelt. Für das Motion Capturing der Charaktere konnte man einige bekannte Schauspieler wie Rami Malek (Need for Speed, The Master) oder Peter Stormare (Bad Boys 2, Constantine) gewinnen.

In Until Dawn treffen sich einige Teenager in einer verlassenen Hütte auf einem Berg. Natürlich wartet dort schon ein verrückter Mörder auf die Bande. Ihr steuert abwechselnd jeden der Charaktere und erlebt die Zeit bis zum Morgengrauen (Until Dawn eben) aus verschiedenen Perspektiven. Das Besondere: Eure Entscheidungen ändern den Verlauf der Geschichte. Selbst der kleinste Fehler könnte fatale Folgen haben. Die Entwickler legen sehr viel Wert auf den sogenannten Schmetterlingseffekt.

Passend zum Release wurde ein Launch-Trailer veröffentlicht:

Hmmmm. Der Trailer sowie das gesamte Marketing rund um Until Dawn hatten mir nicht sehr zugesagt. Alles wirkte nach standardisiertem 08/15 Slasher-Mumpitz, für den meine Zeit eigentlich zu knapp ist. Trotzdem hat mich der Titel irgendwie doch interessiert und da Metal Gear Solid V noch einige Tage auf sich warten lässt, habe ich mir gestern Until Dawn gekauft.

Mein erster Eindruck nach etwa einem Drittel des Spiels: Der Kauf hat sich doch gelohnt, ich wurde bisher teilweise positiv überrascht. Die Atmosphäre baut sich sehr schnell auf, was stark an der Umgebung liegt. Der Wald sieht schaurig schön aus und auch die Blockhütte an sich trifft genau den Punkt zwischen beschaulich schön und irgendwie unheimlich. Alles ist düster und der durchgehend fallende Schnee trägt viel zur Stimmung bei. Überhaupt weiß die Grafik zu begeistern. Einige Kameraeinstellungen sehen unfassbar genial aus und mit der tollen Beleuchtung wirken manche Szenen fast fotorealistisch.

Sehr cool ist die Idee, nach jedem Kapitel eine Sitzung beim Psychologen zu erleben. Aus der Ego-Perspektive muss man einem zwielichtigem Typen, gespielt von Peter Stormare, persönliche Fragen beantworten. Diese Antworten werden dann in das Spiel eingearbeitet. Die Frage, ob Ihr eher Angst vor Schusswaffen oder Messern habt, könnte beispielsweise die Bewaffnung des Killers im Spiel beeinflussen.

Das Gameplay ist sehr limitiert und siedelt sich irgendwo zwischen The Walking Dead und Heavy Rain an. Die meiste Zeit schaut Ihr Euch Videosequenzen an, müsst Quicktime-Events überstehen oder simple Rätsel lösen und natürlich Entscheidungen treffen. Das passt jedoch gut zur Art des Spiels, den Schwerpunkt legen die Entwickler klar auf die Geschichte und die Atmosphäre. Wer ein klassisches Adventure erwartet und bei Heavy Rain darüber geschimpft hat, dass es mehr Film als Spiel sei, der wird mit Until Dawn sicher nicht glücklich.

Probleme gibt es bisher bei den Charakteren und deren Dialogen. Wo die Spiele von Telltale Games (The Walking Dead, The Wolf among US) tolle Gespräche und Persönlichkeiten präsentieren, plätschert Until Dawn nur ein wenig vor sich hin. Die Teens sind Abziehbilder, die generischer nicht sein könnten. Das kann sich aber natürlich im Laufe des Spiels noch zum Guten ändern.

Wie sehr sich meine Entscheidungen auf die Geschichte auswirken und ob ich damit zufrieden sein werde, kann ich noch nicht sagen. Das Schmetterlingseffekt-Feature wirkt bisher aber zu aufdringlich und passt nicht wirklich organisch in das Spiel. Man wird nervig oft darauf hingewiesen, dass jede Entscheidung ganz fatale Folgen haben könnte oder dass das, was man grade gemacht hat, später noch mal wichtig wird.

Bisher gefällt mir Until Dawn sehr gut und ich freue mich darauf, einige verregnete Abende in der Hütte auf dem Mount Washington zu verbringen.

2 Kommentare zu UNTIL DAWN: Launch-Trailer und erste Eindrücke zum Horror-Schocker (carsten)

  • Marcel  sagt:

    Ich habe bisher auch nur positive Reviews zum Spiel gelesen, habe allerdings mehrfach gelesen das die deutsche Synchronisation ziemlich mies sein soll. Wie ist da euer Eindruck?

    • carsten  sagt:

      Mies ist übertrieben. Sie ist sicher nicht die beste Synchro die ich jemals gehört habe, aber es geht schon klar. Aber selbst wenn die deutschen Stimmen einen stören, ist das kein Problem, denn man kann optional die Original-Synchro anstellen, wahlweise sogar mit deutschen Untertiteln.

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